Laut Oberkommandeur der US-Truppen in Südkorea, General Robert Abrams, ist die Frage nach der US-Truppenpräsenz nicht mit einem potenziellen Friedensvertrag mit Nordkorea oder einer Erklärung zur Beendigung des Koreakriegs verknüpft.
In einer Pressmitteilung der vereinigten Streitkräfte von Freitag heißt es von Abrams, die Militärpräsenz der USA in Südkorea spiegele die feste Allianz zwischen Washington und Seoul wider.
Beide Länder seien sich darüber einig, dass die US-Truppen in Südkorea wichtig für den Frieden und die Stabilität auf der koreanischen Halbinsel und in der Region seien.
Bei einer Anhörung vor dem Verteidigungsausschuss des Senats sagte General Abrams, die Präsenz von US-Truppen sei bis zum Abschluss eines Friedensvertrags zwischen allen beteiligten Parteien erforderlich. Solange Nordkoreas Kapazitäten für die konventionelle Kriegsführung nicht verringert würden, sollten die US-Truppen auf der koreanischen Halbinsel bleiben. Dies gelte auch für die Zeit nach einer möglichen Denuklearisierung oder Verringerung der von Nordkorea ausgehenden nuklearen Bedrohung, sagte er.
Seine Aussage ließ die Interpretation zu, dass nach Unterzeichnung eines Friedensvertrags die US-Militärpräsenz in Südkorea überdacht werden könnte. Seoul ersuchte daraufhin Washington um Klärung der Aussage.
Am Donnerstag erwiderte das US-Verteidigungsministerium, dass die Präsenz der vereinigten Streitkräfte unabhängig von den Nuklearverhandlungen mit Nordkorea sei. Derzeit würden keine Pläne diskutiert, die US-Truppen aus Südkorea im Gegenzug für einen Friedensvertrag abzuziehen.