Die Anwälte der südkoreanischen Zwangsarbeiter unter japanischer Kolonialherrschaft sind in Tokio von japanischen Ultranationalisten bedroht worden.
Am Freitag sind die südkoreanischen Rechtsvertreter vor das Hauptquartier des Unternehmens Nippon Steel & Sumitomo Corporation gezogen. Es ist ihr bereits dritter Besuch vor Ort, seit Südkoreas Oberster Gerichtshof die japanische Firma dazu verurteilt hat, vier ehemaligen Zwangsarbeitern jeweils 100 Millionen Won an Entschädigungen zu zahlen.
Wie aus informierten Kreisen verlautete, hätten mehrere japanische Rechtsextreme die südkoreanischen Anwälte vor Ort beschimpft und bedroht. Einige von ihnen haben zudem öffentlich behauptet, die Südkoreaner hätten freiwillig in Japan gearbeitet.
Die Anwälte hatten Nippon Steel & Sumitomo Corporation zuvor über ihr Vorhaben informiert, Besitztümer der Firmenvertretung in Südkorea mit Beginn des Monats zu verkaufen. Man wolle die Unternehmensführung dazu bringen, bis zum Abschluss des Entschädigungsprozesses mit den Opfern ins Gespräch zu kommen.
Die Firma lehnte jedoch ein Treffen ab, da sie keinen Grund dafür sah.