Die Staatsanwaltschaft hat am Montag den wegen des Machtmissbrauchs verhafteten früheren Chef des Obersten Gerichtshofs, Yang Sung-tae, angeklagt.
Gegen Yang wurden 47 Anklagepunkte genannt, darunter die Einmischung in Gerichtsverfahren, eine schwarze Liste von Richtern und die Einrichtung eines Geheimfonds.
Yang wird vorgeworfen, während seiner sechsjährigen Amtszeit seit September 2011 von verfassungswidrigen Plänen wie einem Missbrauch von Gerichtsverfahren als Verhandlungskarte gewusst, diese genehmigt oder angeordnet zu haben.
Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass sich die frühere Führung der Judikative einschließlich Yangs in Prozesse wie Entschädigungsklagen von früheren Zwangsarbeitern gegen japanische Unternehmen eingemischt habe.
Yang ist der erste ehemalige Chef des Obersten Gerichtshofs, der wegen des Verdachts auf Verbrechen im Zusammenhang mit Amtsgeschäften angeklagt wurde.