Ein Traueraltar für die am Montag verstorbene ehemalige Sexsklavin der japanischen Armee, Kim Bok-dong, ist eingerichtet worden.
Kondolenzbesuche in einer Aufbahrungshalle am Krankenhaus Severance in Seoul sind seit elf Uhr möglich.
Die Bestattungsfeier für Kim findet am 1. Februar statt. Um 10.30 Uhr wird eine Abschiedsfeier vor der japanischen Botschaft in Seoul veranstaltet.
Auch im Ausland, darunter Washington D.C. und Chicago, werden Traueraltäre eingerichtet. Auf der Webseite des Koreanischen Rats für Gerechtigkeit und Erinnerung für die Frage der Sexsklaverei des Militärs durch Japan wurde eine Seite zum Gedenken an Kim eröffnet (http://womenandwar.net/kr/remember_her/).
Kim starb am Montag an den Folgen von Dickdarmkrebs. Kim war quasi das Gesicht der Kampagne zur Bekanntmachung der Schäden der Sexsklaverei des japanischen Militärs.
Kim wurde im Jahr 1926 in Yangsan in der Provinz Süd-Gyeongsang geboren. Sie wurde 1940 verschleppt und musste jahrelang als sogenannte Trostfrau für japanische Soldaten dienen.
Kim begann 1992, öffentlich mitzuteilen, welche Leiden sie als Sexsklavin erdulden musste. Seitdem berichtete sie bei verschiedenen Gelegenheiten über ihre Erfahrung und setzte sich für die Menschenrechte der Frauen ein, die in Kriegszeiten Schäden erlitten.
Am Montag verstarb auch ein Opfer der Sexsklaverei mit Nachnamen Lee im Alter von 93 Jahren.
Mit den beiden Todesfällen sank die Zahl der noch Lebenden von den offiziell registrierten früheren Sexsklavinnen auf 23.