Das südkoreanische Verteidigungsministerium hat die japanische Regierung aufgerufen, im bilateralen Radar-Streit Beweise vorzulegen.
Maschinen lögen nicht. Radar-Daten über Höhe und Entfernung seien objektive und wissenschaftliche Beweise. Wenn Tokio diese als unzureichend einstufe, sollte es mit entsprechenden Daten argumentieren, sagte Sprecherin Choi Hyun-soo am Freitag.
Der Vereinigte Generalstab veröffentlichte am Donnerstag fünf Fotos, darunter zwei Aufnahmen mit Infrarotkameras des Zerstörers Daejoyeong, ein Bild aus einer Aufnahme mit einem Camcorder und zwei Fotos aus Radarmitschnitten zu Bewegungen des japanischen Aufklärers vom Typ P-3.
Nach Angaben des Generalstabs sei das Flugzeug der japanischen maritimen Selbstverteidigungsstreitkräfte am Mittwochnachmittag etwa 540 Meter entfernt von einem südkoreanischen Zerstörer in einer Höhe von 60 bis 70 Metern geflogen. Die Besatzung des Zerstörers habe rund 20 Warnmeldungen abgesetzt, nach denen das Flugzeug dem Schiff zu nahe komme. Auch wurde vor Selbstverteidigungsmaßnahmen gewarnt, sollte das Flugzeug noch näher kommen. Ohne auf die Warnungen per Funk zu reagieren, habe das japanische Flugzeug das südkoreanische Schiff einmal umkreist.