Japans Verteidigungsminister Takeshi Iwaya hat Südkoreas Behauptung über einen bedrohlichen Tiefflug nahe einem Zerstörer bestritten.
Nach einem Bericht der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo News am Donnerstag habe der Minister Südkoreas Behauptung als "nicht korrekt" zurückgewiesen.
Er habe die von Seoul veröffentlichten Fotos gesehen, mit denen die Behauptung untermauert werden solle. Doch habe das japanische Flugzeug keine Absicht und keinen Grund gehabt, das südkoreanische Kriegsschiff zu bedrohen, betonte er.
Der Minister riet der südkoreanischen Regierung eindringlich, Tokios Erklärung zu akzeptieren und gewissenhaft zu antworten. Beide Länder würden regionale Verantwortung tragen und sollten zukunftsgerichtete Beziehungen anstreben.
Unterdessen sagte auch der Generalstabschef der japanischen Selbstverteidigungsstreitkräfte Katsutoshi Kawano am Donnerstag, dass ein japanisches Flugzeug niemals einen bedrohlichen Flug in niedriger Höhe unternommen habe. Seoul solle bei seiner Reaktion kühlen Kopf bewahren.
Laut Kawano sei das Flugzeug in einer Höhe von mindestens 150 Metern geflogen und sei mehr als 1.000 Meter von dem südkoreanischen Kriegsschiff entfernt gewesen.
Er widersprach damit südkoreanischen Angaben, nach denen der Aufklärer in einer Höhe von 60 bis 70 Metern unterwegs und lediglich 540 Meter entfernt gewesen sei.