Die Europäische Union droht im Schlichtungsverfahren mit Südkorea wegen Kernübereinkommen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) mit einem nächsten Schritt.
Das kündigte die Leiterin der Abteilung für Handel und nachhaltige Entwicklung der Europäischen Kommission Madelaine Tuininga am Dienstag im Gespräch mit südkoreanischen Handelsbeamten in Seoul an.
Der Schritt würde erfolgen, wenn Südkorea die Verträge nicht bis Mitte März billige. Die EU könne die Bildung eines Expertenausschusses verlangen, sollte das südkoreanische Parlament eine Billigung der Verträge verweigern.
Tuininga und andere EU-Delegierte hatten bereits am Montag Gespräche mit südkoreanischen Beamten geführt und damit das Streitschlichtungsverfahren in Gang gesetzt.
Die EU nimmt seit dem Inkrafttreten des bilateralen Freihandelsabkommens im Jahr 2011 Anstoß an der verzögerten Billigung von vier ILO-Verträgen. Diese betreffen die Versammlungsfreiheit und Abschaffung von Zwangsarbeit.