Die Internationale Hydrographische Organisation (IHO) hat laut Medienberichten Tokio zu Diskussionen mit Seoul über die korrekte Bezeichnung der Gewässer zwischen Japan und Südkorea aufgefordert. Südkorea hält die Bezeichnung Ostmeer für korrekt, während Japan auf den Namen Japanisches Meer besteht.
Laut der japanischen Tageszeitung Yomiuri Shimbun von Freitag würde sich Tokio zurückhaltend über die geplanten Gespräche zeigen. Jedoch würde die IHO aktiv darauf drängen, dass bilaterale Gespräche zustande kommen. Zuvor hatte Südkoreas Regierung eine Überarbeitung der Richtlinien der IHO gefordert.
Laut Meinung von Seoul sollte das Meer Ostmeer heißen, denn so haben es die Koreaner bereits seit Urzeiten genannt. Jedoch hat die Regierung zuletzt seine Bereitschaft geäußert, dass man den Terminus Ostmeer gemeinsam mit Japanisches Meer gleichwertig verwenden könne, bis ein Kompromiss in der Kontroverse erreicht wird.
Tokios Position ist bislang, dass Japanisches Meer die einzige international gültige Bezeichnung seit dem 19. Jahrhundert sei.
Die IHO verwendete bei seiner ersten Ausgabe der Richtlinien von 1929 den Begriff Japanisches Meer, der sich folglich international durchsetzte. Damals stand die koreanische Halbinsel jedoch unter Kolonialherrschaft Japans.