Südkoreanische Abgeordnete sind für Gespräche über den Streit um Entschädigungen für Zwangsarbeit nach Japan gereist.
Sieben Abgeordnete der Koreanisch-Japanischen-Parlamentarier-Union trafen sich am Freitag mit japanischen Mitgliedern der Parlamentariergruppe in einem Hotel in Tokio.
Bei einem Mittagessen versuchten sie die Wogen zu glätten, nachdem ein Gerichtsurteil in Südkorea zur Entschädigung von Zwangsarbeitern zur Zeit des Zweiten Weltkriegs Japan empört hatte.
Der südkoreanische Delegationsleiter, der Regierungsabgeordnete Kang Chang-il, erläuterte, dass die Regierung aufgrund der Gewaltenteilung die Entscheidung der Judikative respektieren müsse.
Auch die japanische Regierung solle dies respektieren. Kang betonte außerdem, dass die Beziehungen mit Tokio für die südkoreanische Regierung wichtig seien. Beide Länder sollten die Köpfe zusammenstecken, um die Angelegenheit zu klären.
Der japanische Verhandlungsführer Fukushiro Nukaga forderte die Regierung in Seoul auf, mit einer Lösung aufzuwarten.