Der frühere Chef des Obersten Gerichts Yang Sung-tae sagt heute vor der Staatsanwaltschaft Seoul Zentral in einem Skandal um Amtsmissbrauch aus.
Mehrere frühere Richter am Obersten Gericht sollen in den Skandal verwickelt gewesen sein als Yang dessen Chef war.
Beim Eintreffen am Gebäude der Staatsanwaltschaft gegen 9.30 Uhr Uhr sagte Yang Reportern, er bedauere es, den Menschen große Sorgen wegen der Vorkommnisse am Gericht während seiner Amtszeit bereitet zu haben. Er wolle die gesamte Verantwortung dafür übernehmen.
Doch betonte er, dass weder er noch Richterkollegen bei der Ausübung ihrer Amtspflichten gegen das Gesetz verstoßen hätten.
Yang ist der erste ehemalige Leiter des Obersten Gerichtshofs, der als Strafverdächtiger von Staatsanwälten verhört wird.
Der 71-Jährige hatte das Gericht von 2011 bis zum Eintritt in den Ruhestand im September 2017 geleitet.
Ihm wird vorgeworfen, für die Regierung von Park Geun-hye wichtige Verfahren als Verhandlungsmasse eingesetzt zu haben, um ein gesondertes Berufungsgericht durchzusetzen.