Internationales
Koreanische Strahlenopfer gewinnen Rechtsstreit um Beglaubigung von Überlebenden der Atombombenabwürfe
Write: 2019-01-09 08:41:37 / Update: 2019-01-09 13:36:53
Koreanische Strahlenopfer haben einen Rechtsstreit in Japan um die Anerkennung als Überlebende beider Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki im Jahr 1945 gewonnen.
Das Bezirksgericht Nagasaki habe am Dienstag zugunsten von drei koreanischen Klägern geurteilt, schrieb die japanische Zeitung „Asahi Shimbun“. Das Gericht habe der Stadtverwaltung angeordnet, den Klägern, ehemaligen Zwangsarbeitern, ein Gesundheitsheft für Überlebende der Atombombenabwürfe auszustellen.
Die Koreaner waren in den 1940er Jahren zur Arbeit auf der Werft von Mitsubishi Heavy Industries in Nagasaki gezwungen worden und dort dem Atombombenabwurf im August 1945 ausgesetzt.
Die japanische Regierung stellt den Überlebenden der Atombombenabwürfe ein Gesundheitsheft aus, damit sie Anspruch auf Medizin- und Pflegekosten haben.
Das Unternehmen reichte im Juni 1948 der Justizbehörde in Nagasaki die Liste von 3.418 koreanischen Zwangsarbeitern ein und hinterlegte die nicht gezahlten Löhne. Die Behörde beseitigte jedoch 1970 die relevanten Dokumente und verstieß damit gegen die Anweisung des Justizministeriums von 1958, Hinterlegungsurkunden aufzubewahren.
Deshalb wurde der Antrag von drei Koreanern zwischen 2015 und 2016 auf ein Gesundheitsheft für Strahlenopfer verweigert. Anschließend verklagten sie die Stadtbehörde von Nagasaki.
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