Der sogenannte Radar-Streit zwischen Südkorea und Japan spitzt sich auch online zu.
Das südkoreanische Verteidigungsministerium veröffentlicht am Montag ein Video mit Untertiteln in den sechs Fremdsprachen Japanisch, Chinesisch, Russisch, Französisch, Spanisch und Arabisch auf YouTube. Das Video wurde letzte Woche auf Koreanisch und Englisch produziert, um Japans Behauptung zu widerlegen. Das Video wurde bis heute Vormittag 2,2 Millionen mal angeklickt.
Japan beharrte auch nach der Veröffentlichung des Videos durch Seoul auf seiner Position, dass am 20. Dezember ein südkoreanischer Zerstörer bei der Rettung eines nordkoreanischen Fischkutters im Ostmeer sein Feuerleitradar gegen ein japanisches Aufklärungsflugzeug gerichtet habe. Tokio äußerte sich jedoch nicht zu Südkoreas Position, dass sich das Flugzeug in bedrohlicher Weise genähert und den Zerstörer überflogen habe.
Die Verteidigungsbehörden Südkoreas und Japans stehen zwar in Kontakt miteinander, um Arbeitsgespräche über den Radar-Vorfall zu führen. Jedoch konnten sie bisher keinen Termin und Ort für Gespräche festlegen.