Die Staatsanwaltschaft lädt Yang Seung-tae, den früheren Chef des Obersten Gerichtshofs, wegen des Vorwurfs des Machtmissbrauchs vor.
Das zuständige Ermittlungsteam wird Yang als Verdächtigen zu einer Vernehmung am 11. Januar vorladen. Es ist das erste Mal, dass ein ehemaliger Chef des Obersten Gerichts als Verdächtiger von der Staatsanwaltschaft vorgeladen wird.
Yang wird zu dem Verdacht befragt, zur Regierungszeit von Ex-Präsidentin Park Geun-hye für seine eigenen Interessen Gerichtsverfahren in politisch empfindlichen Fällen als Verhandlungskarte gegenüber dem Präsidialamt genutzt und eine schwarze Liste von Richtern erstellt zu haben.
Erwartet wird, dass die Staatsanwaltschaft Yang unter anderem wegen des Verdachts in die Zange nehmen wird, die Urteilsfällung in Entschädigungsklagen von Opfern der Zwangsarbeit zur japanischen Kolonialzeit nach Diskussionen mit dem Präsidialamt absichtlich verzögert zu haben.