Eine Gruppe koreanischer Zwangsarbeiter zur japanischen Kolonialzeit haben ein Beschlagnahmeverfahren gegen ein japanisches Unternehmen eingeleitet, das sie zur Arbeit gezwungen hatte.
Der Oberste Gerichtshof Südkoreas hatte Ende Oktober in einem von vier Opfern der Zwangsarbeit eingeleiteten Gerichtsstreit geurteilt, dass Nippon Steel & Sumitomo Metal Corporation jedem Kläger 100 Millionen Won (88.500 Dollar) Entschädigung zahlen müsse. Das Unternehmen reagierte jedoch anschließend auf die Forderung nach der Umsetzung der Entschädigung nicht.
Die Rechtsanwälte der Kläger beantragten jüngst eine Zwangsvollstreckung, damit die Vermögenswerte des Unternehmens in Südkorea beschlagnahmt werden. Nippon Steel & Sumitomo Metal soll 2,34 Millionen Aktien einer Firma in Südkorea besitzen, die sie und der koreanische Stahlhersteller Posco gemeinsam gründeten. Der Wert der Anteile wird auf elf Milliarden Won (9,7 Millionen Dollar) geschätzt.
Laut einem Bericht der japanischen Zeitung „Yomiuri Shimbun“ am Donnerstag teilte das Unternehmen mit, es sei sehr bedauerlich. Die Firma wolle nach einer Beratung mit der japanischen Regierung angemessen vorgehen.