Gegen den früheren Präsidenten Lee Myung-bak hat ein Berufungsverfahren begonnen.
Lee wurde in der ersten Instanz wegen Korruptionsvorwürfen wie Unterschlagung und Bestechlichkeit zu 15 Jahren Haft verurteilt. Ihm wird vor allem vorgeworfen, Firmengelder des Autoteilezulieferers DAS unterschlagen zu haben.
Die erste Verhandlung fand am Mittwoch am Seouler Obergericht statt. Lee erschien erstmals seit dem vergangenen September vor Gericht.
Die Staatsanwaltschaft forderte, dass Lee in allen 16 Verdächten verurteilt werden sollte, einschließlich der neun Verdächte, in denen er in der ersten Instanz für unschuldig befunden wurde.
Lees Vertreter behaupteten dagegen, dass das Urteil des Richtergremiums in der ersten Instanz auf der falschen Annahme beruhe, dass Lee der Eigentümer von DAS sei. Die Richter hätten Tatsachen und Rechtsgrundsätze missverstanden.
Das Gericht wird vom kommenden Mittwoch an Zeugen befragen, darunter den früheren Vizevorsitzenden der Samsung Group, Lee Hak-soo. Dieser hatte ausgesagt, dass Samsung die Prozesskosten von DAS in den USA gezahlt habe, um eine Begnadigung des Samsung-Vorsitzenden Lee Kun-hee zu bewirken.