Die Suche nach den sterblichen Überresten von Südkoreanern, die durch die japanische Armee für das Gefecht auf der pazifischen Insel Tarawa zwangsrekrutiert wurden, wird nun vorangetrieben.
Während des viertägigen Gefechtes im Zweiten Weltkrieg auf der kleinen Insel im Südpazifik zwischen den USA und Japan wurden etwa 5.000 Menschen getötet. Von den mehr als 1.200 Koreanern, die zum dortigen Bau einer japanischen Festung zwangsweise mobilisiert wurden, überlebten nur 129.
Bei der Suchaktion für die sterblichen Überreste durch das US-Verteidigungsministerium wurden zuletzt ebenfalls asiatische Überreste gefunden.
Wie aus Regierungskreisen in Seoul verlautete, habe die südkoreanische Regierung vor, frühestens ab kommendem Monat die genomischen Informationen von bereits entdeckten 150 Todesfällen von der US-Seite zu erhalten und deren Identität zu bestätigen.
Die Zahl der Koreaner, die während der japanischen Kolonialherrschaft zwangsweise ins Ausland gebracht wurden und dort ums Leben kamen, wird auf rund 40.000 geschätzt. Bislang konnten jedoch nur die sterblichen Überreste von 9.000 nach Korea zurückgebracht werden.