Personendaten von 997 nordkoreanischen Flüchtlingen sind bei einem Hackingangriff auf ein Zentrum zur Unterstützung nordkoreanischer Flüchtlinge gestohlen worden.
Das Vereinigungsministerium teilte mit, bei einer Vor-Ort-Untersuchung festgestellt zu haben, dass ein Computer im Hana Center der Provinz Nord-Gyeongsang mit einem Schadcode infiziert worden sei.
Auf dem Computer seien Daten über Namen, Geburtsdaten und Adressen von in der Region lebenden nordkoreanischen Flüchtlinge gespeichert gewesen. Es werde vermutet, dass ein Mitarbeiter eine E-Mail, die einen Schadcode enthalte, geöffnet habe. Es sei nicht bestätigt worden, ob es sich um einen Hackingangriff handele, der auf nordkoreanische Flüchtlinge abziele, sagte ein Beamter.
Das Ministerium beauftragte unmittelbar die Polizei mit Ermittlungen. Seit dem 21. Dezember seien landesweit 25 Hana-Zentren kontrolliert worden, dabei seien keine weiteren ähnlichen Fälle entdeckt worden, hieß es weiter.
Das Ressort informiert seit Donnerstag die betroffenen Einwohner aus Nordkorea über den Vorfall und will angemessene Maßnahmen für eine Entschädigung treffen.