Der japanische Außenminister Taro Kono hat die Regierung in Seoul angesichts eines Urteils des Obersten Gerichtshofes in Südkorea zur Zwangsarbeit in Kriegszeiten zu Maßnahmen aufgerufen, die Nachteile für japanische Unternehmen ausschließen.
Wie der japanische Sender NHK am Dienstag berichtete, machte Kono während seines Besuchs in Marokko entsprechende Äußerungen. Die Anwälte der koreanischen Kläger hatten zuvor mitgeteilt, ein Verfahren zur Beschlagnahme von Vermögenswerten des Stahlunternehmens Nippon Steel & Sumitomo Metal Corp. einleiten zu wollen. Das Oberste Gericht in Seoul hatte im Oktober das Unternehmen angewiesen, ehemaligen koreanischen Zwangsarbeitern eine Entschädigung zu zahlen.
Kono sagte, er hoffe, dass die südkoreanische Regierung Maßnahmen treffen werde, damit japanische Unternehmen keine Nachteile erleiden würden. Die japanische Regierung wolle notfalls Gegenmaßnahmen treffen, einschließlich der Einschaltung eines internationalen Gerichts, fügte er hinzu.