Wie nachträglich berichtet wurde, hatte Nordkorea bereits 2011 eine Schadensersatzforderung für den Tod des dorthin entführten südkoreanischen Pastors Kim Dong-shik abgelehnt.
Wie der US-Radiosender "Voice of America" am Freitag berichtete, habe Nordkorea das an das nordkoreanische Außenministerium sowie diplomatische Vertretungen in New York, London und Peking adressierte Urteil eines US-Gerichts bezüglich Schadensersatzforderungen zurückgeschickt.
Der in den USA ansässige Pastor Kim war 2000 an der Grenze zwischen China und Nordkorea nach Nordkorea entführt worden. Kims Familie reichte beim Bundesgericht von Washington eine Klage ein, da Kim 2001 in Nordkorea unter den Folgen der Folter gestorben sei. Das Gericht ermaß einen Anspruch auf Schadensersatz von 300 Millionen Dollar.
Zudem berichtet der US-Sender, dass auch die Klage der Familie des US-Studenten Otto Warmbier ähnlich verlaufen könnte. Otto Warmbier wurde 2017 im Komazustand von Nordkorea aus dem Gefängnis entlassen und starb sechs Tage danach. Seine Familie hat jüngst Nordkorea auf Schadensersatz in Höhe von 1,1 Milliarden Dollar verklagt.