Die Vereinten Nationen haben das 14. Jahr in Folge eine Menschenrechtsresolution zu Nordkorea verabschiedet.
Die UN-Generalversammlung nahm am Montag (Ortszeit) die im November von ihrem Dritten Ausschuss verabschiedete Resolution im Konsens ohne Abstimmung an.
In der Resolution werden langjährige und laufende systematische, weit verbreitete und schwerwiegende Menschenrechtsverstöße in Nordkorea verurteilt und deren sofortiger Stopp verlangt.
Zudem wird gefordert, Konzentrationslager zu schließen, politische Gefangene freizulassen und die für Menschenrechtsverletzungen Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Erwähnt wurden in diesem Zusammenhang die meisten Verantwortlichen und die Führung, eine Formulierung, die sich de facto auf Machthaber Kim Jong-un bezieht. Der entsprechende Ausdruck wurde seit 2014 das fünfte Jahr in Folge in der Menschenrechtsresolution zu Nordkorea verwendet.
Südkorea beteiligte sich seit 2008 als Ko-Sponsor, dieses Jahr zählt das Land zu 61 Ko-Sponsoren.
Der nordkoreanische Botschafter bei den Vereinten Nationen, Kim Song, betonte, dass die in der Resolution genannten Menschenrechtsverletzungen keinesfalls existierten. Die Angaben seien von einigen Flüchtlingen aus Nordkorea manipuliert worden.