Am Rande der laufenden UN-Klimakonferenz im polnischen Katowice haben Demonstrationen gegen die Investitionen Südkoreas in die Kohleenergie stattgefunden.
Rund 20 Aktivisten, darunter Mitglieder der US-Umweltschutzorganisation Natural Resources Defense Council und der auf den Philippinen ansässigen Nichtregierungsorganisation APMMD, nahmen an den Kundgebungen teil, die am Donnerstag (Ortszeit) vor der Tagungsstätte und in der Empfangshalle stattfanden. Auch zwei bis drei Aktivisten der südkoreanischen Organisation Green Environment Youth Korea (GEYK) waren anwesend.
Sie betonten, dass Kohlekraftwerke außerhalb Südkoreas, die südkoreanische Finanzinstitute finanzieren, die Luft und Gesundheit verschlechtern würden. Solche Kohlekraftanlagen würden ab 2020 jedes Jahr einen Verlust von 27 Billionen Won (24 Milliarden Dollar) herbeiführen.
Südkoreanische Finanzinstitute wie die Koreanische Entwicklungsbank KDB investierten zehn Billionen Won (8,9 Milliarden Dollar) in den Bau von 15 Kohlekraftwerken in Ländern wie Vietnam und Indonesien.
Al Gore, der frühere US-Vizepräsident und Umweltschützer, schlug in einem Interview mit KBS vor, dass die südkoreanische Regierung die Unterstützung für Kohleprojekte stoppe und sich zügig für die Entwicklung erneuerbarer Energien engagieren solle.
Die südkoreanische Delegation bei der Klimakonferenz sagte, dass das Land das Kreditvolumen für Kohlekraftwerke verringen werde.