Ein konservativer Publizist ist wegen der Verleumdung des Senders JTBC zu einer Haftstrafe verurteilt worden.
Das Bezirksgericht Seoul Zentral verurteilte am Montag Byun Hee-jae, Berater des Internetmediums Media Watch, zu zwei Jahren Haft. Byun war wegen Vorwürfen wie der Ehrverletzung von JTBC angeklagt worden.
Byun hatte in einem Buch und in Artikeln für Media Watch behauptet, dass Berichte von JTBC, mit denen der Korruptionsskandal um die abgesetzte Präsidentin Park Geun-hye und ihre langjährige Vertraute Choi Soon-sil ins Rollen gebracht worden war, manipuliert gewesen seien.
Laut Byun habe JTBC in Kooperation mit einem früheren Beamten des Präsidialamtes einen Tablet-Computer erhalten, der später als entscheidendes Beweisstück für Chois Einmischung in Staatsangelegenheiten diente. Jedoch habe JTBC in einer Weise berichtet, dass dieser zufällig gefunden worden sei. Zudem sei der Inhalt des Tablet-Computers manipuliert worden, damit es so aussehe, als habe Choi ihn benutzt.