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Prozess gegen Ex-Präsident Chun Doo-hwan wird nicht von Gwangju nach Seoul verlegt
Write: 2018-11-30 13:22:55 / Update: 2018-11-30 13:46:50
Ein Gerichtsprozess gegen den früheren Staatspräsidenten Chun Doo-hwan wird nicht von Gwangju nach Seoul verlegt.
Das Verfassungsgericht bestätigte ein Urteil unterer Instanzen, die Chuns Antrag auf eine Verlegung der Verhandlung nach Seoul abgelehnt hatten.
Chun muss sich vor Gericht wegen des Vorwurfs der Verleumdung in seinen Memoiren verantworten. Da er wegen seines hohen Alters nicht in das 330 Kilometer entfernte Gwangju reisen könne, hatte er eine Verhandlung des Falls in Seoul beantragt.
Der 87-Jährige war von 1980 bis 1988 Präsident und wurde im April angeklagt, weil er in seinen Erinnerungen Opfer des Demokratieaufstands von Gwangju diffamiert habe.
Den Priester Cho Chul-hyun, der aussagte, dass im Zuge der Niederschlagung des Aufstands aus Helikoptern auf Demonstranten geschossen worden sei, nannte der Ex-Präsident in dem 2017 veröffentlichten Buch einen "Satan mit Maske" und bezichtigte ihn der Lüge.
Sollte Chun wegen Verleumdung verurteilt werden, drohen ihm zwei Jahre Gefängnis oder eine Geldstrafe in Höhe von fünf Millionen Won oder 4.550 Dollar.
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