Japan hat offiziell bei der Welthandelsorganisation (WTO) Beschwerde wegen südkoreanischer Beihilfen für Werften eingereicht.
Die strittigen Maßnahmen würden die Entwicklung, Produktion, das Marketing und den Verkauf von Handelsschiffen für den Transport von Rohöl, Flüssigerdgas und Containern betreffen.
Tokio fordert in seiner WTO-Beschwerde bilaterale Konsultationen mit Südkorea. Konsultationen sind der erste Schritt im Prozess der Streitbeilegung. Scheitern die Gespräche, befasst sich der WTO-Schlichtungsausschuss mit dem Fall.
Die japanische Regierung behauptet, dass Südkorea seit 2015 finanzielle Unterstützung im Wert von rund 12 Billionen Won oder 10,6 Milliarden Dollar an Daewoo Shipbuilding and Marine Engineering gezahlt habe. Dank der Zuwendungen habe der Schiffbauer seine Preise senken und Aufträge an Land ziehen können. Die Folge dessen sei ein exzessiver Wettbewerb in der globalen Schiffbauindustrie gewesen.