Bürgergruppen planen eine gemeinsame Vertretergruppe für ehemalige Zwangsarbeiter zu bilden, die eine Entschädigungsklage gegen Japan einreichen will.
Den Plan gaben das Zentrum für historische Wahrheit und Gerechtigkeit und weitere Organisationen am Mittwoch bekannt.
Hintergrund ist das Urteil des Obersten Gerichtshofs von letzter Woche, dass das japanische Unternehmen Nippon Steel & Sumitomo Metal vier Klägern, allesamt Opfer der Zwangsrekrutierung zur Kolonialzeit, eine Entschädigung zahlen müsse.
Eine gemeinsame Vertretergruppe aus etwa 20 Rechtsanwälten wird in einzelnen Regionen Informationsveranstaltungen abhalten und ehemalige Zwangsarbeiter anwerben, die sich an einer Klage beteiligen wollen.
Die Bürgergruppen wollen auch die Zentrale von Nippon Steel & Sumitomo Metal in Japan besuchen und fordern, auf das Gerichtsurteil angemessen zu reagieren.