Nach Einschätzung von Experten aus Südkorea und Deutschland sind Vertrauen und Sicherheitsgarantien für Nordkorea erforderlich, um die Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel und die Friedensschaffung zu ermöglichen.
Diese Meinung wurde beim Korea Global Forum 2018 vertreten, das am Dienstag (Ortszeit) an der Freien Universität Berlin stattfand.
Kim Dong-yup, Professor an der Kyungnam Universität, sagte, dass für Denuklearisierung und Frieden beide Räder der Sicherheitsgarantie und der Denuklearisierung auf Grundlage des gegenseitigen Vertrauens gleichsam rollen müssten. Sollte man von Nordkorea eine einseitige Denuklearisierung verlangen, könne kaum die Abschaffung seines Atomprogramms erreicht werden.
Er betonte, eine neue Annäherungsstrategie müsse ausgearbeitet werden. Diese solle drei Aufgaben, nämlich die nordkoreanische Nuklearfrage, die Errichtung eines Friedensregimes sowie nachhaltige Waffenkontrollen miteinander in Verbindung bringen und schrittweise, gleichzeitig und umfassend anpacken.
Bernt Berger von der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik sagte, der Aufbau des gegenseitigen Vertrauens würde komplizierte und viele Stufen durchlaufen. Der Vertrauensaufbau habe jedoch seine Wichtigkeit.
Das Forum wurde vom südkoreanischen Vereinigungsministerium veranstaltet und vom Institute for Far Easten Studies an der Kyungnam Universität und vom Institut für Koreastudien an der Freien Universität Berlin ausgetragen. Daran nahmen über 100 Personen teil, darunter südkoreanische und deutsche Experten für Korea-Fragen sowie Studenten der Freien Universität.