Die südkoreanische Marine spricht sich weiter gegen Japans Plan aus, dass ein Kriegsschiff während einer Flottenparade in Südkorea eine umstrittene imperialistische Flagge trägt.
Auf der südlichen Insel Jeju beginnt am 10. Oktober eine internationale Flottenparade, an der Kriegsschiffe aus 15 Staaten teilnehmen. Es wird erwartet, dass das japanische Kriegsschiff die Flagge der aufgehenden Sonne hisst, die als Symbol der Kriegsaggression des Landes betrachtet wird.
Südkorea informierte im Vorfeld die Teilnehmerländer, dass die Kriegsschiffe ihre Nationalflagge sowie die Flagge des Gastgeberlandes tragen sollten. Die Marine teilte am Sonntag mit, dass ihre Position unverändert bleibe. Sie gehe davon aus, dass die japanische Seite die Forderung und Position Südkoreas nachvollziehen werde.
Laut einem Beamten übermittelte das Außenministerium seinerseits über einen diplomatischen Kanal an Japan, dass Tokio Rücksicht auf das Gefühl der Koreaner bezüglich der Flagge der aufgehenden Sonne nehmen müsse.
Japan lehnt jedoch die Forderung Südkoreas ab. Sein Verteidigungsminister Itsunori Onodera sagte am Freitag, die Schiffe der Selbstverteidigungsstreitkräfte seien gesetzlich dazu verpflichtet, die Flagge der aufgehenden Sonne zu hissen. Ein ranghoher Beamter der Selbstverteidigungsstreitkräfte äußerte zudem, es sei unvernünftig und unhöflich zu fordern, die Flagge nicht zu hissen.