Eine ehemalige südkoreanische Sexsklavin für die japanische Armee während des Zweiten Weltkriegs hat heute vor dem südkoreanischen Außenministerium alleine gegen die Einigung zwischen Seoul und Tokio über die so genannte Trostfrauenfrage protestiert.
Die 92-jährige Krebspatientin Kim Bok-dong war die erste Teilnehmerin an einer Demonstration, die der südkoreanische Bürgerverband "Solidarität für Gerechtigkeit und Gedächtnis" zur Klärung der Trostfrauenfrage initiiert.
Eine der wichtigsten Forderungen der Demonstranten ist die Auflösung der Stiftung für Aussöhnung und Heilung. Die Stiftung wurde gemäß der Einigung zwischen der japanischen und der südkoreanischen Regierung 2015 zur Unterstützung der Trostfrauen ins Leben gerufen. Die japanische Regierung hat der Stiftung eine Milliarde Yen gespendet.
Die Einigung boykottieren die Mehrheit der südkoreanischen Trostfrauen oder ihrer Familienangehörigen, weil ihre Meinung nicht berücksichtigt worden sei.
Präsident Moon Jae-in hatte vor der Präsidentschaftwahl versprochen, die Einigung mit Japan rückgängig zu machen.