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Nationales

Ärzte boykottieren Abtreibung aus Protest gegen übermäßige Strafmaßnahmen

Write: 2018-08-28 14:24:33Update: 2018-08-29 08:14:50

Ärzte boykottieren Abtreibung aus Protest gegen übermäßige Strafmaßnahmen

Photo : YONHAP News

Koreanische Frauenärzte haben einen Boykott aller operativen Schwangerschaftsabbrüche verkündet.

Anlass sind Strafmaßnahmen des Gesundheitsministeriums gegen Schwangerschaftsabbrüche.

Ein Verband von Geburtshelfern und Gynäkologen teilte auf einer Pressekonferenz am Dienstag mit, sämtliche Schwangerschaftsabbrüche boykottieren zu wollen, bis das Ministerium die Ankündigung entsprechender Bestimmungen zurücknehme.

Das Gesundheitsministerium setzte am 17. August Änderungen zu den Regeln über Verwaltungsverfügungen im Medizinbereich in Kraft. Darin wird eine operative Abtreibung als unmoralische Behandlung eingestuft. Ärzten, die einen Schwangerschaftsabbruch vornehmen, droht demnach ein einmonatiges Berufsverbot.

Der Verband von Gynäkologen betonte, dass in 23 von 30 OECD-Ländern operative Schwangerschaftsabbrüche aus gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Gründen erlaubt seien. Das diesmalige Gesetzesänderung sei eine Notlösung, mit der nur die Bestrafung von Frauen und Ärzten verschärft werde.

Die Änderungen stießen auch auf den Widerstand von Frauenorganisationen.

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