Der japanische Premierminister Shinzo Abe hat am Samstag Gebühren für die Opfergabe an den umstrittenen Yasukuni-Schrein gezahlt.
In seiner Rolle als Vorsitzender der regierenden Liberal Demokratischen Partei (LDP) habe er die Gebühren gezahlt. Zudem habe er sich dafür entschuldigt, den Schrein nicht selber persönlich zu besuchen, teilte LDP-Sprecher Masahiko Shibayama mit.
Der Schrein wird von Seoul und Peking als Glorifizierung von Tokios militaristischer Vergangenheit gewertet. Der Yasukuni-Schrein wurde zu Ehren japanischer Opfer des Zweiten Weltkriegs errichtet, darunter auch 14 Kriegsverbrecher der Klasse A.
Abe zahlt seit seinem Amtsantritt 2012 jedes Jahr Gebüren für Opfergaben. 2013 hat er durch seinen persönlichen Besuch am Schrein für Proteste in Südkorea und China gesorgt.
Unterdessen haben Mitglieder der japanischen Parlamentariergruppe für den Yasukuni-Kriegsschrein kollektiv einen Höflichkeitsbesuch bei Yasukuni absolviert.