Ein Südkoreaner ist Anfang Juli in Libyen von einer bewaffneten Organisation entführt worden.
Er werde seit 27 Tagen festgehalten, teilte ein Beamter des südkoreanischen Außenministeriums am Mittwoch mit.
Eine bewaffnete Milizgruppe habe am 6. Juli ein Lager einer Firma in Jabal Hassawna im Westen Libyens überfallen. Sie habe einen Südkoreaner und drei Philippiner entführt und Gegenstände entwendet. Unmittelbar danach habe ein Firmenmitarbeiter den Fall gemeldet, hieß es.
Derzeit ist jedoch unbekannt, wer die Entführer sind und welche Forderungen die Gruppe stellt.
Auf der Facebook-Seite von „218 News“, einer libyschen Medienanstalt, wurde am Mittwoch ein Video veröffentlicht, das die vermutlichen Opfer der Entführung zeigt. Ein Mann, der sich als Südkoreaner vorstellte, und drei Männer, die nach eigenen Angaben philippinische Staatsbürger sind, baten in dem zwei Minuten und 43 Sekunden langen Video um Hilfe. Der Südkoreaner sagte auf Englisch, „Bitte hilf mir, Präsident, mein Land Südkorea“.
Darin ist auch ein Mann, ein vermutliches Mitglied der Entführergruppe, zu sehen. Dieser trägt ein Gewehr.