Auf eine Petition gegen die Aufnahme von Flüchtlingen hat das Justizministerium in Seoul negativ reagiert.
Die Abschaffung des so genannten Flüchtlingsgesetzes sei mit Rücksicht auf den Status des Landes auf der internationalen Bühne de facto unmöglich. Die Regierung wolle umfassende Maßnahmen für eine sorgfältigere Prüfung von Asylanträgen verstärken. Über die umstrittene visafreie Einreise auf der Insel Jeju wolle die Regierung mit der Inselverwaltung beraten, da die Maßnahme auf einem Gesetz der Lokalregierung beruhe.
Mit dieser Äußerung ist Justizminister Park Sang-ki auf die Petition für die Abschaffung des Flüchtlingsgesetzes, der visafreien Einreise auf der Insel Jeju und gegen die Aufnahme von Flüchtlingen eingegangen.
Die Petition vom 13. Juni bis 13. Juli hat mit über 714.000 Unterzeichnern seit der Einführung des Petitionssystems beim Präsidialamt vor etwa einem Jahr die größte Unterstützerzahl verzeichnet. Hintergrund war der Mord eines chinesischen Touristen an einer Südkoreanerin auf der Ferieninsel.