Ein UNESCO-Komitee hat Japan erneut aufgefordert, die Welt über die gesamte Geschichte der Insel Hashima einschließlich der dortigen Zwangsarbeit von Koreanern zu informieren.
Laut dem südkoreanischen Außenministerium nahm das Welterbekomitee bei einer Sitzung in Bahrain am Mittwoch (Ortszeit) eine entsprechende Stellungnahme an. Dabei wurde die Umsetzung der Folgemaßnahmen überprüft, die Japan bei der Aufnahme seiner 23 Industrieanlagen einschließlich solcher auf Hashima in die Welterebeliste im Jahr 2015 versprochen hatte.
Das Komitee forderte Japan auf, sich erneut an die Empfehlungen bei der Anerkennung der Anlagen als Welterbe zu erinnern und diese aufrichtig umzusetzen.
Das Welterbekomitee hatte 2015 Japan empfohlen, dafür zu sorgen, dass die gesamte Geschichte jeder Anlage verstanden werden könne. Der japanische Vertreter hatte damals gesagt, dass in den 1940er Jahren viele Koreaner wider ihren Willen mobilisiert und zur Arbeit gezwungen worden seien. Er hatte versprochen, Maßnahmen zum Gedenken an die Opfer zu treffen.
Es heißt jedoch, dass die japanische Regierung der Empfehlung nicht gefolgt sei.