Der Oberkommandeur der gemeinsamen US-südkoreanischen Streitkräfte (USFK) hat die Befürchtungen zurückgewiesen, dass im Zuge der Annäherung mit Nordkorea alle südkoreanisch-amerikanischen Militärübungen gestoppt werden könnten.
Die jüngste Entscheidung Seouls und Washingtons, ihre gemeinsamen Militärübungen auszusetzen, würde nicht zu einem Ende aller anderen Übungen führen, sagte General Vincent Brooks in einem Vortrag beim zweiten Forum der amerikanisch-südkoreanischen Allianz in Seoul. Mit der Entscheidung wollten die USA und Südkorea einige gemeinsame Manöver aussetzen, die zu einem Zeitpunkt, an dem der Vertrauensaufbau wichtig sei, unnötige Irritationen verursachen und provozierend wirken könnten.
Mit den eingeschränkten Übungen wolle man führenden Politikern Spielraum für diplomatische Erfolge geben. Der Oberkommandierende der US-südkoreanischen Streitkräfte bekräftigte weiter, dass sich Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un der südkoreanisch-amerikanischen Allianz nicht widersetzen würde.
Angesichts der möglichen Reduzierung der Zahl der in Südkorea stationierten US-Soldaten sagte Brooks, es handle sich nicht um ein Anliegen der Präsidenten beider Staaten. Ohne vollständige Etablierung von Frieden sollten die US-Truppen in Südkorea stationiert bleiben, hieß es weiter.