US-Präsident Donald Trump hält laut einer Zeitungskolumne trotz des Widerspruchs seiner Berater immer noch an der Auffassung fest, dass die US-Truppen in Südkorea abgebaut oder abgezogen werden sollten.
Das schrieb Josh Rogin, Kolumnist der US-Zeitung „Washington Post“, am Donnerstag (Ortszeit).
Seit fast zwei Jahren habe Präsident Trump darüber gesprochen, viele US-Soldaten aus Südkorea abzuziehen, wo derzeit etwa 28.000 Soldaten stationiert seien. Nach seinem bevorstehenden Treffen mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un werde Trump eine weitere große Chance haben, die Angelegenheit voranzutreiben, schrieb Rogin.
Laut Regierungsbeamten sage Trump persönlich immer noch, er sei nicht mit dem Argument einverstanden, dass die US-Truppen in Südkorea strategisch notwendig seien. Er bitte oft seine Generäle, Gründe für US-amerikanische Truppeneinsätze in Asien zu erklären, und drücke seine Unzufriedenheit mit ihren Antworten aus. Sollten die laufenden Verhandlungen mit Südkorea über die Aufteilung der Kosten der dortigen US-Truppen scheitern, könnte Trump einen anderen Vorwand haben, um erhebliche Kürzungen voranzutreiben, hieß es.
Der frühere Präsident Jimmy Carter habe auf den Abzug der US-Truppen aus Südkorea verzichtet, da er realisiert habe, dass die Welt dann gefährlicher werde und Bündnisse in Frage gestellt werden könnten. Dieselbe Lehre gelte heute für Trump, hieß es weiter.