Die US-Regierung setzt am heutigen Freitag Einfuhrzölle auf Stahl- und Aluminiumimporte aus der Europäischen Union, Kanada und Mexiko in Kraft.
Für Stahlprodukte gilt ein 25-prozentiger Zollsatz und für Aluminiumprodukte ein zehnprozentiger Zoll. Grund ist, dass die USA bei den Verhandlungen mit diesen Ländern für eine Ausnahme von hohen Einfuhrzöllen gemäß Section 232 des Gesetzes Trade Expansion Act seit April keine zufriedenstellende Einigung erzielen konnten.
Die EU-Kommission kritisierte die Entscheidung der USA als Akt, der die Grundlage des Freihandels beeinträchtigt. Sie will Vergeltungszölle auf landwirtschaftliche Produkte und Kleidungsstücke aus den USA verhängen.
Kanada und Mexiko verurteilten den Schritt der USA ebenfalls und kündigten Vergeltungszölle an.
Südkorea konnte zwar bei den Verhandlungen mit den USA von den Zöllen für Stahl- und Aluminiumprodukte befreit werden. Das Land muss jedoch seine Stahlexporte in die USA auf 70 Prozent des durchschnittlichen Exportvolumens zwischen 2015 und 2017 drosseln.