Eine Vereinigung japanischer Abgeordneter, die die Normalisierung der Beziehungen zwischen Tokio und Pjöngjang anstrebt, hat laut Medienberichten ihre Aktivitäten wieder aufgenommen.
Die Yomiuri Shimbun berichtete am Freitag, dass die Vereinigung am Donnerstag ein Vorstandstreffen einberufen hatte und sich auf eine weitere Generalversammlung im Vorfeld des US-nordkoreanischen Gipfeltreffens geeinigt hat. Dabei soll es um Maßnahmen gehen, ein zusätzliches Gipfeltreffen zwischen Japan und Nordkorea herbeizuführen.
Ein Mitglied der Vereinigung sagte demnach, dass die Möglichkeit eines Gipfeltreffens zwischen Tokio und Pjöngjang als Folge von Nordkoreas Dialogbereitschaft steigen würde.
Der Abgeordnete fügte hinzu, dass man separat von der japanischen Regierung zusätzliche Wege zur parlamentarischen Diplomatie mit Nordkorea suchen werde.
Die Abgeorndetenvereinigung wurde 2008 gegründet, um den Austausch zwischen Japan und Nordkorea zu stärken.
Nachdem Premierminister Shinzo Abe seine Haltung gegen über Nordkorea mit seiner zweiten Legislaturperiode im Jahr 2012 verschärft hatte, kamen die Aktivitäten der Gruppe quasi zum Stillstand.