US-Präsident Donald Trump will nach eigenen Angaben das sogenannte Libyen-Modell nicht auf Nordkorea anwenden.
Das sagte Trump am Donnerstag bei seinem Treffen mit NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg im Weißen Haus.
Auf den Sicherheitsberater John Bolton angesprochen, der eine Lösung nach dem Vorbild Libyens und damit eine Denuklearisierung zuerst und im Gegenzug Ausgleichsmaßnahmen forderte, sagte Trump, dass die USA dieses Modell in keiner Weise verfolgten.
Sollte Nordkorea bei dem geplanten Spitzentreffen einer Denuklearisierung zustimmen, würden die USA garantieren, dass Kim Jong-un an der Macht bleibe. Kim würde sein Land lenken und dieses würde sehr reich sein, und er werde sehr glücklich sein, sagte Trump weiter.
Doch warnte Trump auch, dass im Falle eines Scheiterns der Gespräche Kim dasselbe Schicksal blühen könnte wie Muammar al-Gaddafi, der von Rebellen gestürzt und brutal ermordet worden sei. Libyens Schicksal zeige, was passiere, wenn kein Deal zustande komme, so Trump.
Nordkorea hatte diese Woche überraschend Gespräche mit Südkorea abgesagt und gedroht, das Spitzentreffen mit den USA überdenken zu können. Begründet wurde dies mit dem US-amerikanisch-südkoreanischen Luftverteidigungsmanöver Max Thunder, durch das sich Pjöngjang provoziert fühlt.