Ein hoher nordkoreanischer Beamter hat offiziell gewarnt, dass Nordkorea das geplante Spitzentreffen mit den USA überdenken könnte.
Hierzu könne es kommen, wenn Pjöngjang weiterhin unter Druck gerate, sein Nuklearprogramm einseitig aufzugeben. Das sagte Vize-Außenminister Kim Kye-gwan laut einem Bericht von Nordkoreas staatlicher Nachrichtenagentur KCNA.
Nordkorea sei nicht an Nukleargesprächen interessiert, in denen es gezwungen und zur Aufgabe des Atomarsenals getrieben werde. Wenn die Trump-Regierung das Spitzentreffen mit Aufrichtigkeit anspreche, werde es eine entsprechende Antwort von Nordkorea erhalten.
Der Vizeminister kritisierte den nationalen Sicherheitsberater John Bolton, der das Libyen-Modell auf Nordkoreas Denuklearisierung anwenden wolle und die vollständige Beseitigung von Nordkoreas Atomwaffen fordere.
Ein solcher rücksichtsloser Schritt provoziere den Dialogpartner. Es sei absolut dumm, den Atomwaffenstaat Nordkorea mit Libyen zu vergleichen, das sich in der Frühphase der nuklearen Entwicklung befunden habe.
Der Topdiplomat betonte, dass der Norden bereits den Willen zur eigenen Denuklearisierung bekundet und mehrfach klar gemacht habe, dass die USA als Vorbedingung für Nordkoreas Denuklearisierung ihre feindselige Politik stoppen müssten.