Nach einem Bericht der Zeitung "Wall Street Journal" zahlt Südkorea 80 Prozent der Kosten für die Stationierung der US-Truppen, wenn auch die Mietpreise berücksichtigt werden.
Die Zeitung stellte die Zahlen in ihrer Montagsausgabe vor und zeichnete damit ein anderes Bild als Präsident Donald Trump, der immer wieder beklagt, dass Südkorea nicht genug für die US-Soldaten in seinem Land zahlen würde.
Die Zeitung wies darauf hin, dass die US-Regierung den größten Kostenbeitrag bei ihrer Berechnung nicht berücksichtige und zwar die kostenlose Bereitstellung von Grundstücken.
Laut Dokumenten der Streitkräfte beider Staaten schultere Südkorea offiziell 42 Prozent der Kosten von rund zwei Milliarden Dollar jährlich. Würden auch die Mietpreise berücksichtigt, liege der Anteil aber bei 80 Prozent.
Beide Länder beraten Montag und Dienstag in Washington über die Höhe von Südkoreas Anteil an der Stationierung von US-Truppen in Korea.
Seit 1991 vereinbaren die beiden Verbündeten in einem Sonderabkommen die Höhe der Kostenbeteiligung. Das aktuell gültige Abkommen läuft am 31. Dezember aus.