Südkorea hat ein Projekt zur Unterstützung der Beseitigung von Minen und Blindgängern auf Gefechtsfeldern des Vietnamkriegs gestartet.
Die koreanische Behörde für internationale Zusammenarbeit (KOICA), das UN-Entwicklungsprogramm (UNDP) und das Vietnamesische Nationalzentrum für Minenbeseitigung (VNMAC) feierten am Freitag im vietnamesischen Dong Hoi den Beginn des Projekts.
Im Rahmen des Projekts wird Südkorea bis 2020 20 Millionen Dollar bereit stellen, um die Beseitigung von Minen und Blindgängern und die Rehabilitation und Selbständigkeit von Opfern zu unterstützen. Auch der Aufbau eines Systems zur Datenverwaltung und die Ausbildung werden unterstützt.
Gemäß einer Einigung zwischen den Staatschefs beider Länder im Jahr 2014 wurden Untersuchungen durchgeführt. Danach wurde vereinbart, dass KOICA, UNDP und Vietnam im Rahmen eines Gemeinschaftsprojekts Minen und Blindgänger auf einer Gesamtfläche von 8.000 Hektar in den Provinzen Quang Binh und Binh Dinh beseitigen und etwa 1.000 Opfern helfen.
In 81 Prozent von insgesamt 11.145 Bezirken in Vietnam wurden Minen verlegt. Eine Fläche von insgesamt 6,8 Millionen Hektar, 20,9 Prozent der Landesfläche, gilt als vermint.