Lee Yong-soo, ein Opfer der Sexsklaverei der japanischen Armee im Zweiten Weltkrieg, hat die Aufnahme von Dokumenten zu sogenannten Trostfrauen in die Liste des Weltdokumentenerbes gefordert.
Die 90-jährige Koreanerin besuchte am Donnerstag (Ortszeit), dem Weltfauentag, den Hauptsitz der UNESCO in Paris, um dagegen zu protestieren, dass die entsprechenden Dokumente letztes Jahr nicht als Weltdokumentenerbe anerkannt worden waren.
Sie sagte, sie habe mit aller Kraft bekannt geben wollen, dass die Frage der Sexsklaverei noch nicht bewältigt worden sei.
Vor dem Besuch der UNESCO besuchte Lee die französische Nationalversammlung und berichtete über Gräueltaten, denen sie ab dem Alter von 15 Jahren ausgesetzt war. Sie war auf ein Kriegsschiff verschleppt worden und auch Elektrofolter ausgesetzt, nachdem sie Forderungen japanischer Soldaten abgelehnt hatte.
Lee berichtete auch vor Studenten der Universität Paris VII über Gräueltaten, die an den Trostfrauen verübt worden waren.