Internationales
Nordkorea streitet Materiallieferung zur Herstellung von Chemiewaffen nach Syrien ab
Write: 2018-03-02 09:45:05 / Update: 2018-03-02 11:00:42
Nordkorea hat einen UN-Bericht zurückgewiesen, nach dem Pjöngjang Materialien zur Herstellung von chemischen Waffen nach Syrien geliefert haben soll.
Laut einem Presseleiter am Institut für Amerika-Studien des nordkoreanischen Außenministeriums sei der Bericht unwahr. Die Anschuldigungen seien fabriziert und würden den USA nur als Vorwand dienen, die Sanktionen gegen Nordkorea zu verschärfen und eine Invasion gegen Syrien zu rechtfertigen, wird der Regierungsbeamte in der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA zitiert.
Die New York Times hatte zudem berichtet, dass Nordkorea Raketentechniker nach Syrien geschickt haben soll. Die Zeitung berief sich dabei auf den entsprechenden UN-Report.
Nordkorea hat das Übereinkommen zum Verbot von Biologiewaffen im Jahr 1987 unterschrieben.
Das Land soll insgesamt 25 Arten von Chemiewaffen besitzen, darunter auch das Nervengas Sarin und VX, wie aus einem Bericht des Korea Institute for Defense Analyses aus dem Jahr 2016 herausging. Pjöngjang ist dem Übereinkommen für Chemiewaffen nicht beigetreten.
Nordkorea behauptete in der Aussendung der Nachrichtenagentur KCNA, dass die USA als erste Nation chemische Waffen eingesetzt haben. Zudem hätten US-Truppen während des Koreakriegs mit Biowaffen rund 50 Tausend Nordkoreaner getötet.
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