Angesichts der Entscheidung der US-Regierung für die Einführung hoher Zölle auf Stahl- und Aluminiumimporte hat die Europäische Union ein hartes Vorgehen angekündigt.
Dies habe der Präsident der EU-Kommission Jean-Claude Juncker am Donnerstag (Ortszeit) in einer Stellungnahme bekannt gegeben, berichtete die Nachrichtenagentur AFP.
Die EU bedauere den Schritt sehr, der einen offenkundigen Eingriff für den Schutz der einheimischen Industrie der USA zu sein scheine und nicht auf irgendeiner Rechtfertigung der nationalen Sicherheit beruhe. Die EU werde nicht tatenlos zusehen, wie ihre Industrie durch unfaire Maßnahmen getroffen werde, die Tausende europäische Arbeitsplätze gefährden würden, betonte Juncker.
Er deutete an, dass die EU-Kommission bald die USA vor der Welthandelsorganisation verklagen will. Die EU werde entschieden und angemessen reagieren, um ihre Interessen zu verteidigen, hieß es.
Eurofer, der Wirtschaftsverband der europäischen Eisen- und Stahlindustrie, begrüßte die Stellungnahme der EU-Kommission. Die Einführung der Zölle bedeute, dass die USA eine Handelskonfrontation gewählt hätten, hieß es.