Internationales
US-Zeitung kritisiert Trumps Handelsbeschränkungen inmitten Atomstreits mit Nordkorea
Write: 2018-02-22 08:44:14 / Update: 2018-02-22 10:28:42
Die US-Zeitung „Washington Post“ hat der Trump-Regierung vorgeworfen, imitten des Atomstreits mit Nordkorea einen Handelskrieg gegen Südkorea führen zu wollen.
Hintergrund ist, dass das US-Handelsministerium Handelsbeschränkungen wie hohe Zölle auf Stahl- und Aluminiummporte einführen will.
In einem Leitartikel am Mittwoch (Ortszeit) schrieb die Zeitung, es sei bewiesen worden, dass Zölle und Kontingente im Allgemeinen den gegenteiligen Effekt hätten. Der diesmalige Schritt werde zu Kostenerhöhungen für viele Unternehmen und private Haushalte führen, um die Marktanteile von wenigen Stahl- und Aluminiumherstellern zu sichern.
Die Zeitung drückte große Besorgnis darüber aus, dass Handelsminister Wilbur Ross die Restriktionen mit der Bedrohung der nationalen Sicherheit begründen und Artikel 232 des Gesetzes Trade Expansion Act anwenden will. Viele Stahl- und Aluminiumimporte stammten aus Ländern wie Kanada, Südkorea und Japan, mit denen die USA einen Beistandspakt abgeschlossen hätten. Gute Beziehungen mit Südkorea und Japan seien entscheidend für die von den USA angeführten Bemühungen wegen des nordkoreanischen Nuklearprogramms. Es sei unverständlich und unhöflich, dass die Trump-Regierung jetzt zu einem Handelskampf herausfordere.
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