Die Europäische Zentralbank (EZB) hat der lettischen ABLV Bank die Auszahlungen vorläufig untersagt.
Laut der Nachrichtenagentur Reuters teilte die EZB am Montag (Ortszeit) mit, für die ABLV Bank gelte ein Moratorium (Zahlungsstopp), bis eine weitere Mitteilung erfolge. Die Finanzlage des Instituts habe sich in den vergangenen Tagen deutlich verschlechtert, hieß es zur Begründung.
Das US-Finanzministerum warf am 13. Februar der drittgrößten Bank Lettlands vor, in Geldwäsche für Unternehmen im Zusammenhang mit Nordkorea verwickelt zu sein. Seitdem wurden 600 Millionen Euro, 22 Prozent der gesamten Einlagen bei der Bank, abgezogen.
Die Bank wies den Vorwurf der USA zurück, an Geschäften für Nordkoreas Raketenprogramm beteiligt gewesen zu sein. Die Bank habe sich an keinerlei illegalen Aktivitäten beteiligt. Es gebe keinen Verstoß gegen Saktionen, hieß es.
Die ABLV Bank bat die Zentralbank des Landes um eine vorläufige Liquiditätsversorgung. Wie verlautete, würden 97,5 Millionen Euro zur Vefügung gestellt.