Nach dem letzten Atomtest Nordkoreas im September hat China im Grenzgebiet Tests auf Radioaktivität und Übungen durchgeführt.
Das Büro für Inspektion und Quarantäne bei der Ein- und Ausreise in Dandong in der Provinz Liaoning teilte am Dienstag mit, jüngst ein Gerät zur Radioaktivitätskontrolle an der Stätte für die Postkontrolle errichtet und in Betrieb genommen zu haben.
Als Grund werden die gestiegene Besorgnis von Einwohnern und die Gefahr radioaktiver Strahlung vermutet. In der chinesischen Provinz Jilin, die nur 100 Kilometer vom nordkoreanischen Atomtestgelände entfernt ist, und in Liaoning ereigneten sich schwere künstliche Erdbeben.
Unmittelbar nach dem Atomtest im vergangenen Jahr führte das Inspektionsbüro in Dandong gemeinsam mit dem Büro in Donggang eine Übung für eine Reaktion in einem unerwarteten nuklearen und radioaktiven Störfall durch.
Die Behörde für Umweltschutz von Changchun, Hauptstadt der Provinz Jilin, führte in den letzten drei Monaten erstmals Sicherheitsprüfungen hinsichtlich der Radioaktivität und Reaktionsübungen bei 25 Institionen durch, die die Nukleartechnologie anwenden.
Kurz nach Nordkoreas Atomtest im September hielt das Postzentrum in Chanchun erstmals in China eine Übung zur Notfallbehandlung hinsichtlich Nuklearwaffen und Radioaktivität ab.
Eine Quelle im Grenzgebiet zwischen China und Nordkorea sagte, die Maßnahmen der Behörden dienten offenbar dazu, die Öffentlichkeit zu beruhigen.