Ein US-Senator hat betont, dass die Regierung ohne Zustimmung des Kongresses keinen Präventivschlag gegen Nordkorea verüben kann.
Bei der „Blutige Nase“-Strategie handele es sich um präventive und vorbeugende Schläge gegen Nordkorea, mit denen viele US-Bürger und Südkoreaner geopfert würden, sagte der Demokrat Chris Van Hollen in einer CNN-Sendung. Das werde sicherlich ein Kriegsakt. Der Präsident habe keine Befugnis, ohne Zustimmung des Kongresses einen solchen Erstangriff, einen vorbeugenden Kriegsangriff, zu starten.
Laut Berichten ist die „Blutige Nase“-Strategie in letzter Zeit ein Thema innerhalb der Trump-Regierung.
Van Hollen sagte, dass man sich zum jetzigen Zeitpunkt und unter den aktuellen Bedingungen darauf konzentrieren sollte, Nordkorea wirtschaftlich stärker unter Druck zu setzen.
Er wies zudem darauf hin, dass die Südkoreaner und Präsident Moon Jae-in ohne Absprache mit den USA eine Annäherung an Nordkorea begonnen hätten. Das sei ein Signal für Störungen in der Außenpolitik der US-Regierung hinsichtlich Südkorea und ein Signal dafür, dass die Südkoreaner den USA nicht vertrauten.
Van Hollen und 17 weitere Senatoren der Demokratischen Partei hatten zuvor in einem Schreiben an Präsident Donald Trump betont, dass der US-Präsident keine gesetzliche Befugnis besitze, ohne Zustimmung des Kongresses einen Angriff gegen Nordkorea anzuordnen.