Japan beschleunigt seine militärische Aufrüstung.
Die japanische Regierung kündigte an, am 22. Januar in der Stadtmitte von Tokio eine groß angelegte Evakuierungsübung abzuhalten.
Seit dem vergangenen März fanden in 25 Gebietskörperschaften des Landes Übungen für die Evakuierung von Einwohnern im Falle eines Raketenbeschusses statt.
Trotz der Kritik, dass damit Angst ausgelöst werde, will Tokio offenbar die nordkoreanische Raketenbedrohung aktiv für die Aufrüstung nutzen. Japans Verteidigungshaushalt für dieses Jahr beträgt 5,19 Billionen Yen (46 Milliarden Dollar).
Allein für den Import von Verteidigungsausrüstung aus den USA will Tokio 278,6 Milliarden Yen (2,4 Milliarden Dollar) ausgeben und damit so viel wie nie zuvor. Darin ist auch der Kauf von neuen Langstrecken-Marschflugkörpern, mit denen Kampfjets ausgerüstet werden, enthalten. Mit diesen ist auch ein Präventivschlag gegen feindliche Stützpunkte möglich.
Der Plan ist umstritten, da dies im Widerspruch zum Geist der Friedensverfassung und zum Prinzip steht, dass Japan nur zur militärischen Gewalt greift, wenn das Land angegriffen wird.
Premierminister Abe strebt zudem an, dass bis 2020 eine Bestimmung für die Existenz der Selbstverteidigungsstreitkräfte in Artikel 9 der Verfassung aufgenommen wird.