Die japanische Regierung und die Medien haben heute bekräftigt, dass neue Verhandlungen mit Südkorea über die Einigung über die Frage der Sexsklaverei der japanischen Armee unmöglich sind.
Anlass ist die für heute vorgesehene Veröffentlichung der Ergebnisse der Überprüfung der Einigung durch eine hierfür eingesetzte Arbeitsgruppe der südkoreanischen Regierung.
Die Zeitung „Yomiuri Shimbun“ schrieb, die Moon Jae-in-Regierung wolle die Reaktionen der Opfer der Sexsklaverei und der Öffentlichkeit auf die Überprüfungsergebnisse beobachten und das weitere Vorgehen festlegen. Die Überprüfungsergebnisse und die Position der südkoreanischen Regierung würden nicht unbedingt miteinander übereinstimmen.
Die japanische Regierung habe der südkoreanischen Regierung wiederholt die Position übermittelt, dass sie sich auf eine Neuverhandlung nicht einlassen wolle. Daher könnten die Beziehungen zwischen Südkorea und Japan abhängig von der Haltung der Moon Jae-in-Regierung erneut vor Schwierigkeiten stehen, hieß es.
„Asahi Shimbun“ schrieb, die südkoreanische Regierung habe am Dienstag die Untersuchungsergebnisse über einen diplomatischen Kanal der japanischen Regierung erläutert. Die südkoreanische Regierung scheine in der Frage der Trostfrauen eine weiche Landung anzustreben.
Der Besuch von Japans Premierminister Shinzo Abe im Vorfeld der Olympischen Spiele in PyeongChang im Februar sei von Bedeutung. Daher wolle Seoul vermeiden, dass sich die Überprüfungsergebnisse zu einem Konfliktfaktor zwischen beiden Ländern entwickeln würden, hieß es.